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Deutscher Tourismustag 2017 | 22. - 23. November | Mannheim

Der Deutsche Tourismustag war vom 22. bis 23. November 2017 zu Gast in Mannheim. Etwa 400 Teilnehmer aus Tourismus, Politik und Wirtschaft waren der Einladung des Deutschen Tourismusverbandes e.V. und der Gastgeber gefolgt.

 

Passend zum Jubiläum des Fahrrads, das vor 200 Jahren in Mannheim erfunden wurde, stand das Thema „Zukunft der Mobilität im Tourismus“ auf der Agenda. Der Trendforscher und Innovationscoach Oliver Puhe hat mit seiner Keynote in das Thema eingeführt bevor weitere Einblicke aus der Praxis folgten. Am Nachmittag haben wir uns dem Thema „Neue Player, disruptive Geschäftsmodelle: Wandel der DMO im digitalen Zeitalter“ gewidmet. Nach einem Impuls des Kommunikationsberaters Dirk Rogl fand eine moderierte Runde mit Vertretern aus den Destinationen statt. Anschließend befragte der DTV Experten zum Beihilferecht und der EU-Pauschalreiserichtlinie. Und schließlich stellte der Sieger des Bundeswettbewerbs Nachhaltige Tourismusdestinationen die Eckpunkte seiner Strategie vor.

 

Der DTV bedankt sich bei allen Teilnehmern, Referenten, Ausstellern, Partnern und den Gastgebern!

Zukunft der Mobilität im Tourismus

Zukunft der Mobilität im Tourismus: Autonom, vernetzt, grün und smart – die Mobilität von morgen
„Die Zukunft hat bereits begonnen“, so Oliver Puhe, Trendkurator und Innovationscoach aus Hamburg. Die rasante technologische Entwicklung treibt auch den Tourismus voran. Puhe fordert die Branche auf, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich bereits jetzt mit den Technologien der Zukunft zu befassen. Sprachassistenten, Chatbots oder Virtual Reality können eingesetzt werden, um Gäste zu inspirieren und die Vorfreude auf die Reise zu wecken. Auch die rasante Entwicklung des autonomen Fahrens birgt Möglichkeiten für den Tourismus. Dabei können die innovativen Mobilitätsformen zur Erlebnisinszenierung sowie als Fortbewegungsmittel eingesetzt werden. Bereits heute werden autonom fahrende Busse erprobt. Hierbei gilt: alles, was zur Vereinfachung der Reise beträgt, steigert die Reisebereitschaft der Urlauber.

Die e-mobile Tourismusgemeinde: Ein Erfahrungsbericht aus Werfenweng, einer „Alpine Pearls“-Gemeinde
Mit dem Modellprojekt „Sanft Mobil“ verfolgt die österreichische Gemeinde Werfenweng das Ziel, bessere Umweltbedingungen und mehr Lebensqualität für Gäste und Einheimische zu schaffen. Experten entwickelten gemeinsam mit Einheimischen die samo-Card. Diese beinhaltet die kostenlose Nutzung des umweltfreundlichen Fuhrparks im Ort mit über100 E-Autos, E-Fahrrädern sowie Fun-Fahrzeugen. Die samo-Card erhält jeder Gast, der in einem samo-Betrieb übernachtet, mit Bus oder Bahn anreist oder den Autoschlüssel an der Touristinformation abgibt. Wichtig für die Akzeptanz beim Nutzer ist die Kommunikation der Angebote. „Es darf kein Verbot ausgesprochen werden. Vielmehr soll das Mobilitätsangebot als Einladung verstanden werden“, sagt Werfenwengs Bürgermeister Dr. Peter Brandauer. Das Angebot wirkt sowohl nach innen als auch nach außen: Einheimische werden einbezogen, Arbeitsplätze geschaffen und wirtschaftliche Vorteile erschlossen. So gewinnen alle Seiten: Umwelt, touristische Betriebe, Gäste und Einheimische.

WANDEL DER DMO IM DIGITALEN ZEITALTER

To airbnb or not to airbnb? Große Buchungsportale vermitteln längst nicht mehr nur Übernachtungen, sondern auch Ausflüge, Touren und Restaurantreservierungen. Was bedeutet die Macht der großen Player für die Rolle der Touristeninformationen und Destinationsmanagementorganisationen? Darüber diskutierten drei Praktiker und ein Vertriebsexperte.

„Es gibt kein ‚wir gegen die“, sagte Jamina Mertz, Leiterin Online-Marketing und Social Media bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH: „Wir müssen den Kunden da abholen, wo er sich informiert bzw. bucht und das ist nun mal nicht unbedingt die Plattform der DMO.“ Leipzig bündelt die Freizeitangebote seiner Partner und Leistungsträger und macht sie online buchbar. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Tourismusverband Ostbayern mit dem Projekt „Onlinebuchung-Ostbayern“, das Klein- und Kleinstbetriebe aus dem ländlichen Raum dabei hilft, auch auf großen Plattformen buchbar zu sein. „Diese Betriebe machen den Charme des Tourismus aus. Wir überwinden digitale Berührungsängste und gleichen aus, wo es an Zeit und Knowhow für den Online-Vertrieb fehlt“, sagte Dr. Michael Braun, Geschäftsführender Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V „Außerdem haben wir einen entscheidenden Vorteil gegenüber den großen Playern: die Nähe zu den Betrieben.“ Das sah Dr. Rembert Euling, Chairman of MTS-OTS Group, genauso: „Lokale Präsenz ist das Wichtigste, wenn es darum geht, das Vertriebsangebot auszudifferenzieren.“ Auch in Tirol versucht man seit Jahren Hemmschwellen bei den Vermietern abzubauen. Andreas Lackner, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mayrhofen-Hippach, machte auf einen weiteren Aspekt aufmerksam: „Wir haben kein Airbnb-Problem, sondern ein Abgabeproblem.“ Denn: Es sei nicht sicher gestellt, dass Vermieter z.B. die Ortstaxe abführten. Es gebe auch in dieser Hinsicht noch „viel Aufklärungsarbeit“, die von den DMOs geleistet werden müsse.

AKTUELLES IM DEUTSCHLANDTOURISMUS - AUS DER ARBEIT DES DTV

Beihilferechtskonforme Lösungsansätze für die Tourismusfinanzierung
Wann steht die Finanzierung von Tourismusorganisationen mit öffentlichen Mitteln im Einklang mit dem EU-Beihilferecht? Micha Sygusch aus dem Referat Beihilfenkontrollpolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erläuterte den Stand der Dinge: Bereits im Mai hatte die EU-Kommission klargestellt, dass etliche Aktivitäten von öffentlichen Tourismusorganisationen nicht-wirtschaftlich und damit nicht beihilferelevant seien. Damit sei auch das allgemeine Destinationsmarketing als beihilfefrei zu werten. „Das Beihilferecht bezieht sich nicht auf rein lokale, innerstaatliche Tätigkeiten“, so Sygusch. „Bisher ging man aber davon aus, dass dem Tourismus ein grenzüberschreitendes Wirken immanent ist.“ Hier habe es eine deutliche Abkehr von früheren Aussagen gegeben: „Die Kommission sieht in vielen Fällen, dass diese nicht geeignet sind, den Handel zwischen den Mitgliedstaaten zu beeinträchtigen.“ Bei den DAWI, also den „Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse“, habe die EU-Kommission klar gemacht, dass die Finanzierung einer Tourismusorganisation insgesamt nicht auf Grundlage der DAWI-Regelungen erfolgen könne. Jedoch gebe es neben dem Mittel der Trennungsrechnung ein Repertoire an Möglichkeiten, sich beihilferechtlich korrekt aufzustellen.

Die konkrete Umsetzung der neuen EU-Pauschalreiserichtlinie in die Praxis – ein Ausblick
Ab dem 1. Juli 2018 gilt ein neues Reiserecht. „Dann kommt es für die Tourismusorganisationen darauf an, handwerklich sauber zu arbeiten“ sagte Frank Hütten, Kanzlei Noll & Hütten Rechtsanwälte. Zunächst muss sich jede Tourismusorganisation fragen: agiere ich als Reiseveranstalter, Vermittler oder Vermittler verbundener Reiseleistungen? Davon hängt u.a. ab, welche Informationspflichten beim Buchungsvorgang zu beachten sind. In einem Praxisleitfaden hat der DTV die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst, zur Vertiefung werden Schulungen angeboten, die Frank Hütten leitet.

Mehr Qualität, mehr Regionalität, mehr Naturschutz – der Sieger des Bundeswettbewerbs Nachhaltige Tourismusdestinationen 2016/17 berichtet
„Wir sind engagiert und vernetzt!“ ist das Motto des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, dessen Errichtung eine außergewöhnlich große Aufbruchsstimmung in der Region einläutete. Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden Württemberg, schilderte, wie sich Verbände, Gemeinden, Unternehmen und Bürger gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. „Die Region sprüht seither vor Ideen und Aktivitäten!“, sagte Braun und ergänzte: „Nur wer wirklich hinter der Nachhaltigkeit steht, ist in der Partnerinitiative erwünscht. Trittbrettfahrer kosten nur Zeit“.

Video: Deutscher Tourismustag 2017 in Mannheim

Sehen Sie hier den Video-Rückblick zum Deutschen Tourismustag 2017 in Mannheim.

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Impressionen: Deutscher Tourismustag 2017 in Mannheim

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