Moderne Bustouristik
Flexible Mobilität, Komfort und Umweltverträglichkeit sind Merkmale, die die moderne Bustouristik ausmachen. In Europa nimmt die Bustouristik, als klassische Form der Gruppentouristik, eine zentrale Rolle in den grenzüberschreitenden Touristikverkehren ein. Deshalb ist ein sicheres, gut ausgebautes Straßennetz für die Reisebustouristik unverzichtbar. Zur Optimierung der Qualität von Busreisen sind der Ausbau der bustouristischen Infrastruktur an Autobahnraststätten und eine verkehrssichere Optimierung der Außenanlagen für Reisebusse bedeutende Erfolgsfaktoren. Die verschiedenen Verkehrsmittel Flugzeug, Bahn und Bus werden in steuerlicher Hinsicht unterschiedlich behandelt. Das beeinträchtigt den Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern und diskriminiert einzelne Verkehrsträger.
Integrierende Verkehrskonzepte sind gefragt
Im Sinne einer besseren Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel ist die generelle Einbindung des Reisebusses in die Verkehrkonzepte der Städte und Gemeinden erforderlich. An zentralen Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen und Bahnhöfen sind entsprechende Anfahr- und Parkmöglichkeiten vorzusehen. Auch die Planung temporärer Verkehrskonzepte, z. B. bei Großevents, muss den Anforderungen des Busverkehrs stärker Rechnung tragen. Ein Reisebus ersetzt weit mehr als 30 Pkws. Das entlastet Straßen und Umwelt. Weniger Staus und ein reibungsloser Verkehr kommen in städtischen Zielgebieten vor allem den Anwohnern unmittelbar zugute. Die Herausnahme des Reisebusses aus Verkehrsberuhigungsmaßnahmen beziehungsweise umweltbedingten Verkehrssperrungen (Umweltzonenregelung) ist für eine prosperierende lokale Tourismuswirtschaft unverzichtbar und sachlich gerechtfertigt und sollte daher in das Ermessen der Kommunen gestellt werden.







