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Hilfsangebote für betroffene Unternehmen

(zuletzt aktualisiert: 9. November 2020 // 9:30 Uhr)

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Das Bundeswirtschaftsministerium stellt umfangreiche Informationen zu den Corona-Hilfen für Unternehmen zur Verfügung (» www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html). Dort gibt es einen Überblick über die Förderinstrumente, einen Online-Check zur Auswahl geeigneter Hilfen für das eigene Unternehmen und Hotlines für Unternehmen.


1. Überbruckungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen
Die Überbrückungshilfe unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Antragsberechtigt sind Unternehmen aller Branchen.

Am 21. Oktober 2020 ist die Überbrückungshilfe II gestartet. Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020. Bei der Überbrückungshilfe II werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten können Unternehmen für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten.

Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben. Die KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro werden ersatzlos gestrichen. Die Fördersätze werden erhöht auf eine Erstattung von bis zu 90 % der Fixkosten. Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Die Antragsbearbeitung und die Auszahlung erfolgen wiederum über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.

Alle Informationen sind auf » www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de verfügbar. Auf der Plattform werden auch FAQs und ein Leitfaden zur Verfügung gestellt. Eine Service-Hotline des Bundes ist unter 030-52685087 (Servicezeiten Mo-Fr 8:00 bis 18:00 Uhr) erreichbar.

2. Außerordentliche Wirtschaftshilfe
Die außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat November 2020 bietet eine weitere zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Details und Bedingungen der Hilfen werden unter » https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/11/20201105-ausserordentliche-wirtschaftshilfe-november-details-der-hilfe-stehen.html veröffentlicht.

Antragsberechtigt sind alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen. Verbundene Unternehmen sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt.

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro. Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden. Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten.

Die Anträge können in den nächsten Wochen über die Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen. Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.

3. Hilfsangebote der Bundesländer

Die Bundesländer haben zusätzlich unterschiedliche Hilfsangebote für die Betriebe in ihrem Land entwickelt. Für weitere Informationen und eine individuelle Beratung kontaktieren Sie bitte die zuständige Institution im jeweiligen Bundesland:


4. Liquiditätshilfen für Unternehmen, Selbständige und Freiberufler
Das KfW-Sonderprogramm wurde bis Juni 2021 verlängert. Das Sonderprogramm steht gewerblichen Unternehmen jeder Größenordnung sowie den freien Berufen offen. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 10 Millionen Euro sollen die Inanspruchnahme erleichtern. Weitere Informationen zu den Programmen sind auf der Webseite der KfW zu finden » www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

Der KfW-Schnellkredit ergänzt das KfW-Sonderprogramm 2020. Ziel des KfW-Schnellkredits 2020 ist es, mittelständische Unternehmen durch KfW-Darlehen bis zu einem Höchstbetrag von 800.000 Euro und mit 100 Prozent Haftungsfreistellung mit einer raschen Liquiditätshilfe zu unterstützen. Ziel ist eine schnelle Kreditvergabe. Deshalb stellt die KfW den Finanzierungspartner (Hausbank) zu 100 Prozent von der Haftung frei.

Der KfW-Schnellkredit 2020 steht allen Unternehmen offen, die mindestens seit Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind. Das Kreditvolumen pro Unternehmen/Unternehmensgruppe ist begrenzt auf maximal 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019, maximal 300.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl bis 10 Beschäftigten, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von mehr als 10 bis 50 Beschäftigten und maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Beschäftigten. Der Zinssatz des KfW-Schnellkredits liegt aktuell bei drei Prozent mit einer Laufzeit von zehn Jahren und höchstens zwei Tilgungsfreijahren.

5. Kurzarbeitergeld
Rückwirkend zum 1. März 2020 kann Kurzarbeitergeld beantragt werden, wenn 10 Prozent der Beschäftigten im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sind. Arbeitgebern werden die Sozialversicherungsbeiträge, die sie bei Kurzarbeit zu zahlen haben, erstattet. Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes wurde für Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben, auf bis zu 24 Monate, längstens bis zum 31. Dezember 2021, verlängert. Nähere Informationen zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes sind auf der Website der Bundesagentur für Arbeit zu finden: » www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen. Ansprechpartner ist die örtliche Agentur für Arbeit (Hotline: 0800 45 55 520). Fragen und Antworten zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen des Coronavirus finden Sie auf der Website des Bundesarbeitsministeriums: » www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-corona/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html.
 
6. Steuern
In Betracht kommen der steuerliche Verlustrücktrag für die Jahre 2020 und 2021, zinsfreie Stundung von Steuerzahlungen, Anpassung und Erstattung von Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer und den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen, Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen. Zuständiger Ansprechpartner ist grundsätzlich das örtliche Finanzamt: » www.bzst.de/DE/Service/Behoerdenwegweiser/Finanzamtsuche/finanzamtsuche_node.html.

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