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13.06.2017 Nachhaltigkeit im Städtetourismus: Essen und das Ruhrgebiet punkten mit Radwegenetz und Industriekultur

Essen, 13. Juni 2017: „Ob Seebad, Skiregion oder Kulturmetropole: Jede Destination kann an ihrer Nachhaltigkeit arbeiten. Lediglich die Schwerpunkte orientieren sich an den örtlichen Gegebenheiten“, sagte die Vizepräsidentin des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV), Dr. Heike Döll-König am Rande des Deutschen Städte- und Kulturforums 2017. Die Branchenveranstaltung findet noch bis zum 14. Juni in Essen, die Grüne Hauptstadt Europas 2017, statt. Nachhaltigkeit sei bei Weitem kein Thema, das auf ländliche Räume abonniert sei, so Döll-König. Das zeige das Beispiel Essen. „Wo auf dem Lande zum Beispiel der Erhalt der biologischen Vielfalt im Fokus steht, kann eine  große Stadt mit einem gut ausgebauten ÖPNV oder einem dichten Radwegenetz punkten. Auch die Inwertsetzung von Tradition und Geschichte  ist nachhaltig, wenn Einheimische mit Stolz dahinter stehen. Das Ruhrgebiet zeigt mit der Neubelebung seiner Kohle- und Stahlvergangenheit und mit dem Schwerpunkt Industriekultur, dass sich das gut für authentisches Marketing nutzen lässt“, sagte Döll-König. Der Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes, die Verbesserung der Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung und die wirtschaftliche Stärkung einer Region seien, so Döll-König, gleichermaßen Teil eines nachhaltigen Tourismus.
Rund 120 Teilnehmer kamen auf Einladung der EMG – Essen Marketing GmbH und der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und des DTV zur Tagung in die Zeche Zollverein.

Radreiseregion Ruhr mit neuer Dachmarke
Immer mehr Radausflügler und -urlauber werden durch die attraktiven Radrouten in die Metropole Ruhr gelockt. Dies beweist nicht nur der RuhrtalRadweg, sondern auch die Römer-Lippe-Route, die Route der Industriekultur und viele weitere Radrouten. Radfahren im Ruhrgebiet wird immer attraktiver. „Hervorragende Radwegenetze und die ehemaligen Bahntrassen und natürlich auch unsere einzigartige Industriekultur tragen dazu bei“, so Axel Biermann, Geschäftsführer der RTG.
Unter Federführung der RTG und in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) will das neue Förderprojekt der EU und des Landes NRW die Metropole Ruhr als eine der führenden Radreiseregionen in Deutschland positionieren. Bestätigung für das Ruhrgebiet gab es bereits auf der führenden Reisemesse ITB in Berlin. Der ADFC bescheinigte, dass das Ruhrgebiet die viertbeliebteste Radreiseregion in Deutschland ist. Einstweilig bis Sommer 2019 soll das bereits vorhandene Wegenetz unter dem Namen radrevier.ruhr intensiv beworben werden. Insgesamt 1,9 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Ein Wegenetz von über 1.200 Kilometern Länge wird das radrevier.ruhr am Ende aufweisen. Die radtouristischen Aktivitäten im Ruhrgebiet werden durch Mitwirkung aller Kreise und Kommunen unter der Marke radrevier.ruhr gebündelt. Weitere Zielgruppen werden angesprochen, neue Angebote geschaffen und eine zentrale Marketing- und Informationsplattform wird so geboten.

Essen setzt auf dichtes Radwegenetz
Als Grüne Hauptstadt Europas 2017 legt Essen verstärkt den Fokus auf einen nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Ressourcen, sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist der Blick Richtung Zukunft in eine noch sozialere, klimafreundlichere und lebenswertere Stadt wichtig. Eine gute Aufenthaltsqualität und eine gut ausgebaute Infrastruktur, sowie ein dichtes Radwegenetz sind gerade im Hinblick auf die Nachhaltigkeit im Städtetourismus ausschlaggebende Standortfaktoren für die Stadt Essen.
„Nicht nur die Touristen schätzen ein dichtes Radwegenetz, um die touristischen Highlights von Essen zu erfahren, sondern auch für die Berufspendler ist der weitere Ausbau einer gut funktionierenden Radinfrastruktur notwendig“, bekräftigt Dieter Groppe, Geschäftsführer der  EMG – Essen Marketing GmbH.

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