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Ferienregelung

Schulferienregelung optimieren

Der Sommerferienkorridor von 90 Tagen wird seit 2001 nur noch unzureichend ausgeschöpft. Eine Entwicklung mit gravierenden Folgen für den Deutschlandtourismus.

Verantwortlich für die Festlegung der Sommerferienzeiten ist die Kulturministerkonferenz (KMK). Diese hat im Juni 2014 über die bundesweiten Sommerferientermine von 2018-24 neu entschieden – leider mit einem wenig erfreulichem Ergebnis.

Die Fakten:

  • Möglicher theoretischer Zeitkorridor für die bundesweite Regelung der Sommerferien: 90-92 Tage
  • Tatsächliche Nutzung seit 2001 durchschnittlich 81,1 Tage
  • Negativrekord 2014 mit nur 71 Tagen

  • Von 2018–24 beträgt die Durchschnittsdauer des Sommerferienkorridors 82,9 Tage. Das entspricht einer Verbesserung von nur 1,9 Tagen im Vergleich zur aktuellen Regelungsperiode 2011–17.

  • Die KMK kommt auf den deutlich höheren Durchschnittswert von 84,6 Tagen. Aber das ist Schönfärberei, denn man hat lediglich 2019 die Pfingstferien in Baden-Württemberg und Bayern zum Sommerferienkorridor hinzugezählt.


Die Folgen:

  • Jeder entfallende Ferientag bedeutet für den Deutschlandtourismus eine Einbuße von bis zu 120 Mio. Euro
  • Zusätzliche Umsatzeinbußen durch eine geringe Auslastung zu Saisonbeginn und zum Saisonende
  • Negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt
  • Verkehrsbeeinträchtigungen durch Staus
  • Die Überlastung der Hauptreiserouten und überfüllte Urlaubsregionen beeinträchtigen den Erholungswert
  • Die extrem hohe Nachfrage in Beherbergung und Gastronomie führt zu Preissteigerungen und höheren Urlaubskosten für die Betroffenen

Lesen Sie dazu auch die Studie des DTV: » „Analyse der Ferienzeiten in Deutschland“

Der DTV fordert die Politik dazu auf, die Belange des Deutschlandtourismus in die Erwägungen zur Sommerferienregelung besser einzubeziehen. Mit diesem Anliegen befinden wir uns nicht allein: Weitere Verbände der Tourismuswirtschaft, aber auch die Wirtschaftsministerkonferenz haben sich unserer Forderung angeschlossen. Auch die Ministerpräsidentenkonferenz hatte um eine bessere Berücksichtigung der touristischen Belange gebeten.

Der DTV fordert:

  • Ausnutzung des gesamten Sommerferienkorridors von 90 Tagen
  • Ferienbeginn und –ende sollten so gelegt werden, dass die vor- und nachgelagerten Wochenenden als Reisezeit genutzt werden können
  • Eine stärkere Abstimmung der Oster-, Pfingst-, Herbst- und Winterferien der Länder

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