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Das Deutsche Städte- und Kulturforum war am 13. und 14. Juni 2017 zu Gast in Essen. Die Konferenz fand auf dem Gelände des UNESCO-Weltkulturerbes Zeche Zollverein statt. Rund 120 Teilnehmer – Geschäftsführer von Tourismusorganisationen, Verbänden und tourismusnahen Organisationen sowie von städtischen Marketinggesellschaften – folgten der Einladung des Deutschen Tourismusverbandes e.V., der Essen Marketing GmbH und der Ruhr Tourismus GmbH nach Essen. Die ehemalige Kohle- und Stahlstadt punktet heute neben Kultur auch mit Umweltbewusstsein und ist die Grüne Hauptstadt Europas 2017. Zum Titel verhalf Essen u.a. die erfolgreiche Transformation zur drittgrünsten Großstadt Deutschlands.

 

Eine Rückschau in Ausschnitten.

 

Einige Impressionen der Veranstaltung haben wir in unserer >> Bildergalerie für Sie zusammengestellt.

NEUE PFADE IM STÄDTETOURISMUS

Going #urbanana – Expeditionen in die kreativen Stadträume NRWs

Szene-Viertel und die Projekte der kreativen Bewohner sind auch für Touristen attraktiv. Mit dem EU-geförderten Projekt #urbanana soll der Städtetourismus in Nordrhein-Westfalen über den klassischen Besichtigungs- und Shoppingtourismus hinaus erweitert werden. Für den Erfolg einer solchen Strategie sei es wichtig, nicht über die Szene sprechen, sondern die Szene selbst sprechen lassen, so NRW-Tourismus-Geschäftsführerin Dr. Heike Döll-König. Die Landesmarketingorganisation habe in einer solchen Kooperation mit der Kreativwirtschaft den Part des Themen-Kurators und des „Möglichmachers“.

Am „Büdchen“ geht immer was! Kooperationsprojekte in der Metropole Ruhr
Ein langer Atem, eine gute Finanzierungsstruktur und vor allem ein attraktives Produkt, bei dem jeder mitmachen wolle: Das sind für Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH die Zutaten für ein erfolgreiches Kooperationsprojekt wie der „1. Tag der Trinkhallen“. Denn die Kioske, auch „Büdchen“ genannt, seien im Ruhrgebiet laut Ruhr Tourismus Teil der regionalen Identität. Das generiere genau die Art von authentischen Inhalten, mit denen touristische Tourismusvermarkter die Chancen der Digitalisierung in den sozialen Medien nutzen könnten, so Biermann.

SICHERHEIT BEI GROSSVERANSTALTUNGEN

Gefahren bewerten, vermeiden und im Notfall richtig reagieren
Events, Festivals und Veranstaltungen sind wichtige Reiseanlässe im Städtetourismus.
Volker Löhr, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Löhr, sprach darüber, dass die derzeit geltenden Rechtsvorschriften im Versammlungsstättenrecht Veranstaltern keine Planungssicherheit böten. Bisher existiere beispielsweise für Kontrollen bei Veranstaltungen eine sehr unterschiedliche Handhabe. Grundsätzlich müssten Veranstalter für verschiedene Risikokategorien Sicherheitskonzepte in der Schublade haben, die die zu ergreifenden Maßnahmen sowie Entscheidungskompetenzen eindeutig regelten.

Sicherheit bei Veranstaltungen – ein Hase-und-Igel-Rennen?
Was bedeutet die Bratwurst auf dem Holzkohlegrill aus Sicht des Brandschutzes? Als Geschäftsführer der Bochumer Veranstaltungs-GmbH ist Andreas Kuchajda verantwortlich für die Risikoanalyse, -bewertung und -bewältigung vieler Veranstaltungen. Die Herausforderung bestünde darin,  Sicherheitsmaßnahmen und den Besucherkomfort miteinander in Einklang zu bringen – wenn die Dame im Abendkleid ihre Handtasche abgeben müsse, spreche das nicht gerade für ein ausgewogenes Sicherheitskonzept. Zur Gefahr von Terroranschlägen sagte Kuchajda: Trotz der brisanten medialen Wahrnehmung sei Terror ein Risiko mit einer eher geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Vorbeugende Maßnahmen seien daher besonders gut abzuwägen.

DIGITALISIERUNG IM KULTURTOURISMUS

Digitale Strategien für Kultureinrichtungen
Ein 50 Jahre altes Foto einer Straßenszene in Schweden symbolisiert für Prof. Dr. Holger Simon, Geschäftsführer der Pausanio GmbH & Co. KG, den Stand der Digitalisierung heute: Damals stellte das skandinavische Land von Links- auf Rechtsverkehr um und die Autos standen kreuz und quer. In vielen Kultureinrichtungen herrsche eine ähnlich vertrackte Situation: wer neue, digitale Wege, z.B. via Social Media, gehen wolle, dem verstellten oftmals die hierarchischen Strukturen den Weg. Prof. Simon warb für eine durchlässigere Arbeitskultur im Gegensatz zu einer starren Steuerung von oben.

Marketingpotenziale digitaler Strategien im Kulturtourismus: Implikationen einer Expertenstudie
Nicht mangelnde Ressourcen, sondern die Organisationskultur sei in der Regel der Hauptgrund dafür, dass kulturtouristische Einrichtungen sich mit dem Einsatz  von Informations- und Kommunikationstechnologien nach wie vor sehr schwer täten. Das ergab eine Studie auf der Basis von Interviews mit 20  Experten aus dem Kultur- und Kulturtourismusbereich in Deutschland unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Hausmann vom Institut für Kulturmanagement der PH Ludwigsburg. Für schnell zu entscheidende Fragen („darf gepostet werden oder nicht?“) seien die Entscheidungswege oftmals zu stark hierarchisch geprägt. Bei den meisten fehle außerdem ein Masterplan, der nicht nur die Marketingabteilung, sondern alle Mitarbeiter in die Pflicht nehme.

Barberini Digital – inspirieren, informieren und in Erinnerung bleiben
Wie gelingt es, den Museumsbesucher zu einem digitalen Besucher zu machen? Das Museum Barberini in Potsdam, das im Januar 2017 eröffnet wurde, möchte das Kunsterlebnis digital bereichern und ausweiten. Johanna Köhler, Leiterin Marketing und PR, stellte die digitalen Angebote vor: Die eigens entwickelte Barberini App gleicht einem Audio-Guide. Sie bietet darüber hinaus unterschiedliche Zugänge, die es beispielsweise ermöglichen, wahlweise im Entdeckermodus durch die Ausstellung zu gehen oder eine einstündige kuratierte Audio-Führung auszuwählen. Die Website mit digitaler Pinakothek holt den Besucher zu Hause ab und macht Lust auf die Originale der Ausstellung.

FÜHRUNGSKOMPETENZEN IM TOURISMUS

In 20 Minuten um die Welt – auf der Suche nach Inspiration
Auf der Suche nach kreativen Arbeitswelten, neuen Blickwinkeln und Wegen, Menschen zu begeistern reiste Rönke von der Heide um die Welt. Als Beispiel für eine Umgebung, in der den Mitarbeitern das Arbeiten so angenehm wie möglich gemacht werden soll, nannte er den Facebook Campus. Um es den Mitarbeitern leicht zu machen, mal den Blickwinkel zu wechseln, hat Airbnb in seiner Zentrale in San Francisco einige der beliebtesten über die Plattform buchbaren Unterkünfte nachgebaut. Sein Tipp, um über den Tellerrand hinauszuschauen: Sich einfach mal den Dingen zuwenden, die einen bisher am wenigsten interessiert hätten.

Hotel Utopia: Geflüchtet werden zu Gastgebern
In Berlin soll ein Hotel entstehen, das geflüchteten Menschen Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in den verschiedenen Hotel- und Gastronomiebereichen bietet. Die Eröffnung eines solchen Hotel Utopia ist für 2018 geplant. Maja Hebel ist ein der Initiatorinnen von Hotel Utopia. Zwei Drittel der Hotelbelegschaft sollen Menschen mit Fluchthintergrund sein, die das Hotel gemeinsam mit Profis aus der Branche führen und bewirtschaften. Damit tauge Hotel Utopia als Modell für Arbeitsmarktintegration und mehr Vielfalt in Unternehmen.

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