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Mit Aktivitäten auf dem Wasser verbundene naturnahe Urlaubsformen erfreuen sich in Deutschland einer großen Beliebtheit. Rund 10.000 Kilometer lange Binnenwasserstraßen, zahlreiche reizvolle Seen sowie rund 23.000 Quadratkilometer Seewasserstraßen an Nord- und Ostsee machen Deutschland zu einem interessanten Wassersport- und Urlaubsrevier. Allerdings sind die vielfältigen Möglichkeiten zur touristischen Nutzung des Wassers hierzulande bei weitem noch nicht ausgeschöpft und der Öffentlichkeit zu wenig bekannt - so das Fazit einer von der Hamburg Messe und Congress GmbH und dem Deutschen Tourismusverband (DTV) in Auftrag gegebenen Grundlagenuntersuchung zum Thema Wassertourismus. Durchgeführt wurde die Studie von der Berliner Anbietergemeinschaft BTE - Tourismusmanagement und Regionalentwicklung und dwif-Consulting GmbH. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und inhaltlich begleitet von einem Projektbeirat mit Vertretern aus allen Bundesländern und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie der Deutschen Zentrale für Tourismus.
Eine gezielte Förderung des Wassertourismus, so das Ergebnis der Studie, trüge zum Ausbau des Tourismus sowie zur Stärkung der touristischen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands innerhalb der europäischen Konkurrenz maßgeblich bei.
Als Orientierung und Hilfe bei der Planung und Umsetzung wassertouristischer Angebote müsse man eine bundesweit einheitliche Erfassung und Bewertung der wassertouristischen Infrastruktur vornehmen. Darauf aufbauend müsse es zu einer länderübergreifenden Angebotsgestaltung sowie zu einer bundesweiten Abstimmung der bisher nahezu ausschließlich auf Länderebene durchgeführten Marketingaktivitäten kommen.
Handlungsbedarf weist die Untersuchung hinsichtlich der zielgruppengerechten Verknüpfung wasser- und landseitiger touristischer Angebote sowie bei der Stärkung von Kooperationen aller touristischen Akteure, die vom Ausbau des wassertouristischen Segments wirtschaftlich profitieren, auf. Auch sollten die komplizierten gesetzlichen Bestimmungen - z.B. zur Führerscheinregelung durch die Einführung eines Charterscheins - vereinfacht werden. Mit Blick auf den Naturschutz empfiehlt das Strategiepapier eine engere Zusammenarbeit von Vertretern des Wassersports, des Wassertourismus und des Naturschutzes.
Neben konkreten Handlungsempfehlungen gibt die Untersuchung einen fundierten Einblick in die enormen Marktpotenziale des Wassertourismus. Sie beschreibt Trends und Entwicklungen im Wassersport und stellt diverse beispielhafte Projekte rund um das Thema Wassertourismus vor.
[Bildquelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Balzerek]
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